Der Taufbaum

Von Michaela Stump
(Mitgied im Kirchenvorstand)

Die Ideedass wir etwas Bleibendes von unseren Täuflingen in unserer Kirche haben möchten, kam vor einigen Monaten. Schnell war klar, dass es die Form eines Taufbaumes sein soll — der Baum als Symbol für Wachstum, Kraft, Stärke und seiner immer wiederkehrenden Schönheit: zu Füßen des Baumes die Wurzeln aus denen alles entsteht und die Blätter als tragende Kraft.

Die Kinder unserer Gemeinde sind die Zukunft. Wir wollen die Taufgottesdienste als Willkommensfest sehen. Den Kindern, ihnen ist  der Taufbaum gewidmet. Mein Herz erreicht das Lied „Mein Apfelbäumchen“ von Reinhard Mey: „Ich weiß gar nicht, wie ich beginnen soll, und mein Herz ist übervoll, so viele Gefühle drängen sich zur selben Zeit: Freude und Demut und Dankbarkeit. Im Arm der Mutter, die dich schweigend hält, blinzelst du ins Licht der Welt. In Deinen ersten Morgen, und ich denk‘: Dies ist mein Geschenk!“.

 

 

Wie alles zustande kam. In diesem Rahmen möchte ich die letzten Monate erwähnen, in denen ich häufiger in der VHS Neustadt gewesen bin. Hugo Heyer,  Leiter des Bereichs Metall, ist der Mensch, der unseren Taufbaum gestaltet und überwiegend auch gefertigt hat. Er ist ein kluger und warmherziger Mann, der schon vielen jungen Menschen auf ihrem steinigen beruflichen Weg begleitet hat und ihnen weiterhin mit Rat und Tat zur Seite steht.

Denn die jungen Menschen in der VHS Metall kommen aus schwierigen Lebenssituationen und hätten ohne eine solche Einrichtung und Menschen wie Hugo Heyer keine Chance. Für mich persönlich war es eine Freude ihm bei seiner Arbeit zuzuschauen. Manchmal wirkte er nicht nur wie ein Handwerker, sondern mehr wie ein Künstler. Ich wünsche uns allen viel Freude an dem Taufbaum und die Hoffnung auf eine gute Zukunft.

 

 

Am 9. März 2014 wurde der Taufbaum im Gottesdienst mit einer Taufe feierlich eingeweiht. Hier bekam der erste Täufling seinen ganz persönlichen Platz. In den kommenden Jahren werden sich die Zweige immer reicher schmücken, bis sich die Bilder der Täuflinge und das Geäst zu einem lebedingen Kunstwerk verbunden haben werden.

Siehe auch "Mein Apfelbäumchen" von Reinhard Mey.